Über uns
Kloster der Göttlichen Barmherzigkeit – Bonn
Biographie des Ordensgründers
Amantes de la Croix – Schwesternkongregation von der Liebe zum Hl. Kreuz
Gründung und Ziel der Gemeinschaft
Nachdem Bischof Lambert 1670 in Vietnam seine Mission begann, traf er vor Ort Anne und Paula, zwei Frauen, die ihr Leben in den Diensten an den Kranken wissen. Durch ein Gespräch mit Bischof Lambert kam der Wunsch von den Frauen ein Orden zu gründen, woraufhin Bischof Lambert die Gemeinschaft den Namen „Amantes de la Croix" und die Ordensregel gab. Unsere Kongregation ist gegründet worden mit dem Ziel: 1. Das leidvolle Leben Jesu Christi zu betrachten, um ihn zu verstehen und zu lieben 2. Sodann sein Pilger- und Opferleben fortzuführen und im Geist der Mittlerschaft ein Leben der Fürbitte für die Welt und die Kirche, zumal für die Gesellschaft, der die Schwestern angehören, und für die Ortskirche zu führen. 3. Und zuletzt die sichtbare Hand des einen Mittlers zwischen Gott und Menschheit zu sein, wodurch die Schwestern von der Liebe zum Heiligen Kreuz sich ihrem Dienst hingeben, besonders dem an der Jugend und den Frauen auf dem Gebiet der Bildung, der Fürsorge, der Gesundheitspflege, der Sitte und des Glaubens.
Wie sind wir nach Deutschland gekommen?
43 Jahre ist es her, dass 5 Schwestern am 13. April 1975 nach Deutschland kamen. Aufgenommen bei den Barmherzigen Brüdern im St. Petrus Krankenhaus in Bonn, ahnten sie noch nicht, dass sie länger bleiben würden als sie zunächst dachten. Aufgrund der politischen Situation ab April 1975 war eine Rückkehr nach Vietnam vorerst nicht möglich. Unsere Schwestern standen somit vor der Herausforderung, sich fern von ihrer Heimat neu zu orientieren und zu organisieren. Ab 1986 bekam der Konvent immer wieder Besuch von Boatpeople aus Vietnam, von denen sich einige junge Frauen sich ihnen angeschlossen haben, um ihrer Berufung nachzuhorchen. Da das Konvent nicht die Möglichkeit hatte, Postulantinnen und Novizinnen auszubilden, hatte Weihbischof Jansen, der damalige Bischofsvikar, der für die Ordensleute in Kooperation im Bereich der Ausbildung stand, den Schwestern den Kontakt zu der Gemeinschaft der Cellitinnen (Köln- Lindenthal) vermittelt. Seitdem haben unserer Postulantinnen und Novizinnen unter der Anleitung der Generaloberin Mutter Hedwig die Einführung in das Ordensleben erhalten.
Gelebte Spiritualität
Unsere gelebte Spiritualität ist die zentrale Stellung des Kreuzes. Der Lambertische Geist ist ein Geist der Liebe zum Kreuz, ein Geist, der ausgerichtet ist auf das Antlitz des ans Kreuz genagelten Christus und auf das Geheimnis der Erlösung durch das Kreuz (LGS 2). Wie unser Ordensgründer Bischof Pierre-Marie Lambert de la Motte möchten auch wir auf alle Menschen zu gehen, um sie erfahren zu lassen, wie sehr Gott sie liebt. Dabei machte unser Ordensgründer keinen Unterschied, woher die Menschen kamen und welcher Religion sie angehörten. Die Lambertische Spiritualität wird im Alltag gelebt, besonders durch unsere Dienste und Aufgaben in der Welt. Sie drückt sich auch in dem gelebten Vertrauen auf Gottes Hilfe und Führung aus: „Per Crucem Ad Lucem (PCAL)" (Lambert de la Motte).
Dienste und Aufgabenfelder
Auch heute gehen wir Schwestern nach seinem Beispiel in der Folgezeit auf die Erfordernisse und Gegebenheiten der Menschen ein. Neben unseren spirituellen Gebetszeiten widmen wir unseren Einsatz in verschiedenen Arbeitsbereichen:
Integration und Zukunftsperspektiven
Vor dem Hintergrund der kontinuierliche Rückgang der Ordensschwestern in der Welt möchten wir durch unsere Anwesenheit, Aufgaben und Dienste in der Gesellschaft Zeugnis für Christus ablegen und verstehen uns als Teilhabe der Gesellschaft, in dem wir uns kenntlich zeigen. Diese Orientierung sehen wir als bleibenden Auftrag an. Täglich gestalten wir mit Kreativität und Tatkraft unseren Ordensleben in der Welt und bemühen uns, als Antwort auf die Zeichen der Zeit eine notwendige Gestaltform zu geben, um dauerhaft für die von uns betreuen da zu sein. Unser Engagement ist im Leitbild des Hl. Kreuzes Christi einzuordnen, das wir stets vor Augen behalten, als Ansporn, als Korrektiv oder als Vergewisserung. Auch die gelebte Solidarität mit unserer katholische Kirchengemeinde St. Thomas Morus in Bonn soll Ausdruck gegenseitiger Verbundenheit und gemeinsamer Verantwortlichkeit sein. Wir freuen uns auf die unterschiedlichste Begegnung mit den Mitmenschen und sind darüber hinaus dankbar für jeden persönlichen Austausch. Dadurch kann aus unserer Sicht pastorale Lücken in der heutigen Zeit gefüllt werden, durch die interkulturelle und interreligiöse Erfahrung mit den Mitmenschen und als ausländische Ordensmitglieder. Auch kann damit der karitative Auftrag der Kirche weitergeführt werden. Es ist uns wichtig, dass wir die Gemeinde vor Ort mit unserem täglichen Gebet und unseren Diensten begleiten und unterstützen. Das ist unsere Grundausrichtung, die wir zu verwirklichen und zu weiterentwickeln versuchten.
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